PerLe – Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen

Workshop-Sessions

Die Veranstaltung war in vier Workshop Sessions unterteilt. Während jeder Session fanden mehrere 90minütige Workshops parallel statt. Eine Ausnahme bildete die zweite Workshop Session, in der die Workshops eine Länge von 60 Minuten hatten.

Eine Anmeldung zu den Workshops war notwendig. Der Eingang der Anmeldung entschied über die Vergabe der Plätze. Der abschließende Vortrag war öffentlich, eine Anmeldung war hier nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Workshops sind im Folgenden zu finden.

Anmeldung zu den Workshops

Workshop Session I (10:15 – 11:45 Uhr)

Jeden Tag gute Lehre

Lernkultur der Begeisterung – Zufall oder planbar?

Wäre es nicht schön, wenn Studierende sich nicht über den Ausfall einer Lehrveranstaltung freuten? Wenn sie das Lernen nicht als notwendiges Übel, sondern als Bereicherung erführen? Wenn die Studierenden sich freiwillig noch Literatur anschauten, obwohl sie nicht auf der Literaturliste steht?
Ist es nur zufälliges Selbstengagement einzelner Studierender, wenn dies in einigen Fächern, Studiengängen, Fakultäten oder Universitäten gelingt oder gibt es eine Art Rezept, mit dem eine solche Lernkultur der Begeisterung im eigenen Fach gefördert werden könnte? Angeleitet von Dr. Sabina Fleitmann und Johannes Büchs wird über diese Fragen diskutiert.

Referent_innen: Dr. Sabina Fleitmann, Organisationsberatung für Verbände und Hochschulen, Coach, Begleiterin Kollegialer Hospitation an der CAU und Johannes Büchs, u.a. ARD, Köln

Jeden Tag fit für die Lehre

Ich schreibe, also denke ich? Schreibaufgaben als Denk- und Lernmedium in der Lehre nutzen

In diesem Workshop werden erste Ideen für Schreibaufgaben entwickelt, die Studierende in fachspezifische Denk- und Handlungsweisen einführen. Zugleich werden verschiedene kleine Methoden erprobt, mit denen Studierende in Lehrveranstaltungen zu vertieftem Denken und Lernen angeregt werden können. Ein Schwerpunkt im Workshop ist der kollegiale Austausch.

Referentin: Svenja Kaduk, Zentrum für Studium, Lehre, Karriere, Universität Bielefeld

Erfolgreich auftreten im Hörsaal – mit Stimme überzeugen

Wer Studierende erreichen und überzeugen will, muss sprechen und präsentieren können. Dabei sind Wirkung und Funktionstüchtigkeit der Stimme besonders wichtig, um die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft über längere Zeit hoch zu halten, besonders in akustisch ungünstigen Räumen und bei schlechter Luft.

Übrigens: sprechen Sie eigentlich in Ihrer Indifferenzlage? Also, sprechen Sie in der Lage, in der Ihre Stimme angenehm, hörerfreundlich und tragfähig klingt? Oder gar resonanzreich und energiegeladen? Oder haben Sie den Eindruck, zu laut, zu leise, zu hoch, zu tief, oder einfach zu angestrengt zu sprechen?

Um überzeugend und verständlich aufzutreten, braucht es gezieltes Feedback und Übung, um die eigene kommunikative Kompetenz und Wirkungskraft zu überprüfen.
In diesem Workshop mit Jutta Fasse gibt es dazu praktische Hinweise anhand konkreter Übungen.

Referentin: Jutta Fasse, Rhetorik & Coaching, Kiel

Jeden Tag auch an morgen denken

yooweedoo – Teaching for Empowerment

Der Workshop stellt Lehrenden der CAU das Projekt yooweedoo vor (www.yooweedoo.org). Es wird gezeigt, wie Lehrende aller Fachrichtungen mit yooweedoo zusammenarbeiten können und wie sie den Changemaker MOOC im Rahmen eigener Lehrveranstaltungen nutzen können. yooweedoo ermöglicht es Studierenden zu lernen, wie sie die Welt mit eigenen Projekten verändern können. Dazu bietet yooweedoo den Changemaker MOOC an und führt den yooweedoo Ideenwettbewerb durch. Der Changemaker MOOC ist ein kostenfreier, videobasierter online Kurs zur Planung von sozial und ökologisch nachhaltigen Projekten. Für die Teilnahme am Changemaker MOOC sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Zentrale Lerninhalte werden in Form kurzer Videos vermittelt. Der Kurs richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und Studienphasen. Mit den im Changemaker MOOC erstellten Projektkonzepten können sich Studierende im yooweedoo Ideenwettbewerb um Startkapital bewerben. Im Ideenwettbewerb geförderte Projekte werden im anschließenden Sommersemester in Form eines 6-monatigen Pilotprojekts umgesetzt. Dabei werden sie durch YOOWEEDOO und ggf. Partnerdozenten betreut.

Referent_innen: Prof. Dr. Christoph Corves und das yooweedoo Team, Geographisches Institut, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeden Tag Lehre an der CAU

QGeo3.0 – Neue Medien in der Geographie

Seit über vier Jahren werden Kurse am Geographischen Institut mit der Lernplattform
OpenOLAT begleitet. Ziel ist, Studierenden jederzeit und überall Zugriff auf Materialien
zu bieten und innovative Lehrmethoden mittels neuer Medien zu etablieren. Dabei zeigt sich, dass Übungsaufgaben sowie Bewertungstools, Wikis und Foren erfolgreiche Anwendungen „für jeden Tag“ sind. Das aktivierende Clicker-Quiz ist der studentische Favorit unter den Medien, dicht gefolgt von den 2014 eingeführten, neuen Selbsttests.

Referentinnen: Uta Lungershausen, Kirstin Marx, Geographisches Institut, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Linguistik in 60 Sekunden

"Linguistik in 60 Sekunden" ist ein gemeinsames Projekt von Patrick Beuge, Anja Bowitzky, Dr. Alexander Lasch und Karen Lehmann vom Germanistischen Seminar an der CAU zu Kiel. Der Screencast ist adressiert an Studierende im Bachelor-Studium. Hier werden auf direktem Wege Fragen beantwortet, die in Einführungen immer wieder gestellt werden. "Linguistik in 60 Sekunden" ist, wenn man so will, eine videogestützte FAQ. Der Praxisbericht gibt einen Einblick in die Konzeption und Produktion des Screencasts „Linguistik in 60 Sekunden“, thematisiert Probleme und weiterführende Ideen. Abschließend besteht die Möglichkeit, gemeinsam mögliche Einbettungsszenarien in die akademische Lehre (inverted classroom model) zu diskutieren.

Website: http://goo.gl/S3jVVC
Facebook: https://www.facebook.com/ling60secs
Google Plus: http://goo.gl/3S31d0
Youtube: http://goo.gl/4khY1Z

Referent: Dr. Alexander Lasch, Germanisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeden Tag an Studierende denken

Kulturelle Vielfalt gewinnt!

Der Besuch einer Lehrveranstaltung oder einer Sprechstunde, die Arbeit in einer Übungsgruppe oder auch die elektronische Kommunikation in einem unbekannten sprachlichen und kulturellen Umfeld stellen eine große Herausforderung für ausländische Studierende und Lehrende dar.
Welche critical incidents sich dahinter verbergen und wie man die eigene interkulturelle Kompetenz ausbauen kann, wird an einem Best-Practice-Beispiel in diesem Workshop gemeinsam diskutiert.

Referentin: Prof. Dr. Adelheid Schumann, Romanisches Institut, Universität Siegen

Workshop Session II (13:00 – 14:00 Uhr)

Geführte Posterausstellung

Mit dem PerLe-Fonds für Lehrinnovation werden Vorhaben an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gefördert, die als Best-Practice Beispiele Impulse für innovative, zukunftsweisende Lehre geben. Der Fokus liegt auf problemlösungsorientiertem Lernen in Forschung und Gesellschaft. Im Rahmen der Posterausstellung und -begehung präsentieren sich die vor kurzem abgeschlossenen und die bis 2015 laufenden Lehrvorhaben. Die jeweiligen Projektverantwortlichen stehen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Moderation: Johannes Büchs, Köln

Jeden Tag fit für die Lehre

Comic! Von Einsatzmöglichkeiten und Techniken

Comics und grafische Erzählungen haben sowohl die reine Kinder- als auch die (dem Medium noch weniger zuträgliche) Schmuddel-Ecke verlassen. Was erzählerische Zeichnungen können und wie sie eingesetzt werden, wird in einem kurzen Vortrag gezeigt. Anschließend beweisen einige Übungen: Zeichnen kann jeder!

Referent_innen: Pure Fruit, Kiel

Lernmythen – populäre Irrtümer über das Lernen

Manch haltlose Theorie zum menschlichen Lernen und zur Funktionsweise des Gehirns behauptet sich hartnäckig, ob in Trainings, Seminaren oder der Ratgeberliteratur. In diesem Workshop wird einigen dieser weit verbreiteten Lernmythen auf den Grund gegangen – was ist z.B. dran an Lerntypen und Aufmerksamkeitsspanne? Welches Körnchen Wahrheit steckt in diesen Geschichten? Dr. Sandra Barth und Janne Friederike Heintz trennen Lernmythen von Lernforschung.

Referentinnen: Dr. Sandra Barth, Janne Friederike Heintz, Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

EinBlick – Lehre betrachten

Die Tür zur eigenen Lehre für andere zu öffnen, sie von anderen betrachten zu lassen und ein Feedback zu erhalten, ist noch jung in der Hochschullehre. Die Wirkung ist jedoch bemerkenswert. In diesem Workshop werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, Lehre zu betrachten: dies kann durch Kolleginnen und Kollegen oder durch externe Lehrcoachs geschehen, durch den Besuch einer Lehrveranstaltung oder durch strukturierte Gespräche über eigene Anliegen.

Die Kollegiale Beratung wird vorgestellt und ein kurzer Erfahrungsbericht gibt Einsicht in die Kollegiale Hospitation. Fragen und ein reger Austausch über Erfahrungen, Erwartungen und die Vor- und Nachteile, mit anderen über die eigene Lehre zu sprechen, sind ausdrücklich erwünscht!

Erfahrungsbericht: Prof. Dr. Dietrich Ober, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Moderation: Emmelie Heinsen, Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
 

Jeden Tag auch an morgen denken

Mit Lehre jeden Tag die Welt verändern

Das Feld "Social Entrepreneurship" (das unternehmerische Lösen von gesellschaftlichen Herausforderungen) ist als Gegenstand in der Öffentlichkeit und an Universitäten in Deutschland ein neues Thema.  In diesem Werkstattformat lernen Teilnehmende das Konzept des Ashoka U Campus kennen, das Social Entrepreneurship in Lehre und Forschung an amerikanischen Hochschulen fördert. Im Anschluss werden Ideen erarbeitet,  um die eigene Lehre mit Social Entrepreneurship Ansätzen zu ergänzen.

Referentinnen: Laura Haverkamp, Ashoka Deutschland und Frauke Godat, Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeden Tag Lehre an der CAU

Brückenmodul – von der Schule zur Universität

  • Konzeption eines Brückenmoduls
  • Zusammenspiel verschiedener Statusgruppen (Studierende, Mitarbeiter, Professoren)
  • Übergang: Schule – Universität
  • Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Stipendien und Auslandsaufenthalte
  • Berufliche Perspektiven

 
Referent_innen: Prof. Dr. Michael Düring, Dr. Anna Weigl, Institut für Slavistik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Mentoring

Die Herausforderung der individuellen Betreuung großer Studiengänge beantwortet die Medizinische Fakultät für die Studiengänge Medizin und Zahnmedizin mit dem Angebot des Mentoring-Programms. Den Studierenden stehen bei Fragen und Problemen rund um das Studium, die Karriereplanung und den zukünftigen Beruf erfahrene Ärztinnen und Ärzte zur Seite.
Im Vortrag erfahren Sie mehr über den Aufbau und die Organisation des Programms, über die Rückmeldungen der Teilnehmenden sowie über die Entwicklung und die Schwierigkeiten.

Referentin: Leona Kruse, Medizinische Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Workshop Session III (14:15 – 15:45 Uhr)

Jeden Tag gute Lehre

Leitsätze guter Lehre

In dem Workshop wird sich quasi empirisch auf die Suche nach dem gemacht, was von guter Lehre im Gedächtnis geblieben ist. Es wird also interaktiv mit dem Potential aus dem Teilnehmerkreis gearbeitet. Spannend wird daher die unterschiedliche Perspektive von Studierenden und Lehrenden sein. Neben einer strukturierten und kreativ-zielorientierten Moderation zur Aufarbeitung der gesammelten Erfahrungen in Leitsätzen bringen die Referent_innen ihre Erkenntnisse zum Thema und einen Ausblick für die Weiterverwendung der Ergebnisse des Workshops mit. Der Workshop soll also auch Möglichkeiten aufzeigen, wie die Leitsätze guter Lehre fachspezifisch oder individuell angepasst und weiter genutzt werden können.

Referent_innen: Dr. Johannes Wohlers, Dr. Stefan Kratzenstein, Finja Rohkohl, Institut für Sportwissenschaft, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeden Tag fit für die Lehre

Lehren heißt Erzählen – Storytelling für Lehrende

Was passiert, wenn ein Glukosemolekül, die zweite Lautverschiebung oder ein Algorithmus zu Hauptpersonen werden? Die Dramaturgie einer Geschichte lässt sich auf Lehrinhalte, ganze Stunden oder sogar Semester übertragen. Damit gewinnt man eine Struktur, die es ermöglicht, Inhalte spannend zu transportieren und bei den Studierenden ein tatsächliches Interesse an ihnen auszulösen.

Referent: Johannes Büchs, u.a. ARD, Köln

Prüfen – aber wie?

Angeregt durch einen Impulsvortrag sollen folgende Aspekte betrachtet und diskutiert werden:

  • Modulprüfungen vor dem Hintergrund von Lernzielen und studentischem Workload gestalten,
  • Kooperieren und Kommunizieren innerhalb der Module als Voraussetzungen für studienbegleitenden Prüfungen,
  • Prüfungsformate vor dem Hintergrund von Modul- und Seminarinhalten wählen und durchführen,
  • Prüfungsformate für kleine und große Studierendengruppen sowie
  • Anregungen für alternative Prüfungsformate und -varianzen.


Referentin: Angela Sommer, Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung, Universität Hamburg

Bachelor-Studierende forschen

Das an der Hochschuldidaktik der Georg-August-Universität Göttingen angesiedelte Projekt „Forschungsorientiertes Lehren und Lernen“ (FoLL) ermöglicht Bachelor-Studierenden in einem Team über ein Thema aus ihrem Fach – begleitet und unterstützt durch ihre Lehrenden und die Hochschuldidaktik – ein Semester lang zu forschen.
In diesem Workshop berichten drei Studierende aus dem Althistorischen Seminar, welche über das Thema „Wasser in der Antike“  geforscht und u.a. einen Tsunami mit Unterstützung von Physikern nachgebaut haben, über ihre Projekterfahrung. Insbesondere soll dabei auf den Aspekt der interdisziplinären Zusammenarbeit (Geistes- und Naturwissenschaftler_innen) und dem frühen Erwerben von Fach-, Methoden- und Schlüsselkompetenzen eingegangen werden.
Anwesend werden ebenfalls die beiden Betreuerinnen sein, welche den Projektverlauf aus der Sicht der Lehrenden schildern und die Projektkoordinatorin, welche die Grundgedanken und den Gesamtrahmen des Lehr- und Lernprojektes FoLL darstellt.

Referentinnen: Studierende des BA-Studiengangs Geschichte und Dr. Dorit Engster, Althistorisches Seminar, Georg-August-Universität Göttingen und Dr. Jessika Wichner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Susanne Wimmelmann, Hochschuldidaktik, Georg-August-Universität Göttingen

Jeden Tag auch an morgen denken

Studentisches Engagement im Klimaschutz

In diesem Workshop werden Möglichkeiten aufgezeigt und diskutiert, wie studentisches Engagement im Bereich Campus-Klimaschutz in die Lehre eingebunden werden kann - im Allgemeinen sowie im Speziellen bezogen auf die CAU. Dazu wird es einen beispielhaften Erfahrungsbericht über die Lehrveranstaltung „Green Meetings @ Freie Universität Berlin“ geben. Im Seminar "Green Meetings @ Freie Universität Berlin - konzipiert und durchgeführt gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsinitiative SUSTAIN IT! - entwickeln Studierende in einem transdisziplinären Diskurs ein lokales Handlungsmodell für den Bereich nachhaltiges Veranstaltungsmanagement an der Freien Universität Berlin. Die Studierenden führen zunächst eine Umfeldanalyse durch, in dem sie mit relevanten Nachhaltigkeitsakteur_innen aus Wirtschaft, Universitätsverwaltung und Zivilgesellschaft in Kontakt treten, um relevante Informationen in den Bereichen Nachhaltige Mobilität, Nachhaltiges Abfallmanagement, Ressourcenschutz und Beschaffung zu sammeln und zu diskutieren. Anschließend werden auf der Basis von Best Practice Beispielen aus dem universitären und regionalen Umfeld eine Bedarfsanalyse und erste Bausteine für den Leitfaden "Green Meetings @ Freie Universität Berlin" entwickelt.
Von der CAU wird Dr. Norbert Kopytziok, Leitung klik - klima konzept 2030, anwesend sein. 

Referentinnen: Eva Öller und Anna-Maria Goldberg, Freie Universität Berlin, Forschungszentrum für Umweltpolitik 

Jeden Tag auch an Studierende denken

Zusammen weniger allein – Unterstützung von Lern- und Arbeitsgruppen

Die Arbeit in Gruppen hat einen hohen Stellenwert in vielen Studiengängen. So stellt z.B. eine selbstorganisierte Lerngruppe ein wirkungsvolles Instrument dar, um als Studierende_r motivierter und erfolgreicher das eigene Studium zu absolvieren. Aber auch vorgegebene Arbeitsgruppen zur Bearbeitung von z.B. Laboraufgaben oder Referatsthemen sind keine Seltenheit. Durch die Einführung von Bachelor und Master existiert in vielen Fächern eine stärkere Kohortenstruktur und Lerngruppen sowie Arbeitsgruppen könnten über die einzelne Veranstaltung hinaus längerfristig gebildet werden. Wie können Studierende dabei unterstützt werden, passende Lerngruppen zu bilden und in Arbeitsgruppen effektiv zusammen zu arbeiten? Was können Lehrende tun, um diese Gruppen zu unterstützen? 

Dies wird hier unter fachkundiger Anleitung von Dr. Sabina Fleitmann mit Lehrenden und Studierenden besprochen. Alle Teilnehmer_innen sind eingeladen, eigene Beispiele für gelungene oder gescheiterte Gruppenarbeit mitzubringen.

Referentin: Dr. Sabina Fleitmann, Organisationsberatung für Verbände und Hochschulen, Coach, Begleiterin Kollegialer Hospitation an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Inklusion – ein Bericht aus Theorie und Praxis

Im Rahmen der Veranstaltung, die sich besonders an Lehramtsstudierende richtet, wird zunächst der Begriff Inklusion theoretisch umfassend präzisiert, bevor eine Lehrerin von ihrem Alltag an einer inklusiven Schule berichtet. Abschließend findet eine offene Diskussionsrunde zum Thema statt.

Referent_innen: Holger Wittig-Koppe, Der Paritätische Landesverband Schleswig-Holstein und Janna von Stein, Lehrerin an der Erich Kästner Schule Hamburg, u.a. Preisträger des Deutschen Schulpreises 2014 und des Jakob Muth-Preises für inklusive Schulen 2014

Workshop Session IV (16:15 – 17:45 Uhr)

Jeden Tag gute Lehre

Studierende empfehlen jeden Tag gute Lehre

Was ist eigentlich gute Lehre? Was sagen dazu Lehrende? Und wie sehen Studierende dies? Im Rahmen dieses Workshops präsentieren drei Lehrende, die im Rahmen von „Studierende empfehlen“ von ihren Studierenden für ihre besondere Lehre vorgeschlagen wurden, was sie unter guter Lehre verstehen. Auch Studierende werden auf die Frage eingehen und aus der Perspektive von Studierenden die Merkmale guter Lehre darstellen. Abschließend sollen in diesem Workshop Maßnahmen entwickelt und festgehalten werden, die zur Unterstützung von täglich guter Lehre dienen können. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis zum Tag der Lehre 2015 erfolgen.

Moderation: Frauke Godat, Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeden Tag fit für die Lehre

Und täglich grüßt der Spieltrieb – Gamification in der Hochschullehre

Gamification und Game-based Learning sind in aller Munde: Doch was beschreiben sie? Was bedeutet das für meine Lehre? Welche Konzepte und Lösungen kann ich in meine Lehre integrieren? Mit welchem Aufwand ist das verbunden? Was kann ich da falsch machen? Fragen, die im Workshop mit Martin Steinicke an konkreten Beispielen diskutiert werden, sodass schon am nächsten Tag mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Referent: Martin Steinicke, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

„Was war nochmal Gender? Wozu Vielfalt? Und was hat das mit mir zu tun?!“ Reflexionen zu Gender und Diversität in der Lehre und im eigenen Leben

Was ist Diversität? Was ist Gender? Und wo fängt eigentlich Diskriminierung an?
Der Vielfaltsbegriff beinhaltet soziale Differenzkategorien wie geschlechtliche und sexuelle Identität, Herkunft, Hautfarbe, sozioökonomische Position, Alter, Nicht-/Behinderung etc.
In dem Workshop werden wir uns der Frage annähern, inwieweit diese Kategorien und die mit ihnen verbundenen Hierarchien in unserem Alltag an der Uni und privat eine Rolle spielen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf Geschlechterverhältnissen liegen.
Kurze Inputs werden in den Workshop eingeflochten, hauptsächlich möchten wir jedoch dazu einladen, die eigene Verwobenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen zu reflektieren – während des Workshops und darüber hinaus, denn die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung ist eine lange Reise, in der wir alle Lernende sind und bleiben...
Alle Interessierten jedweder geschlechtlichen Identität sind herzlich eingeladen, Fragen zu diskutieren und ihre Lust an Selbstreflexion mitzubringen.

Referent_innen: Anne Grunwald und Finn Roth, freie Bildner_innen im Antidiskriminierungsbereich

Jeden Tag auch an morgen denken

Lernen Raum geben

Wie kann durch die Gestaltung von Räumen Lernen unterstützt werden? Was kann jede_r Einzelne tun, um das Potenzial von Lernräumen zu entfachen? Was kann der gesamte Campus hierzu beitragen?
In kurzen Hands-on Explorationen und Übungen werden bestehende Lernräume und deren Potenziale unter die Lupe genommen und skizzenhafte Ideen zu deren Weiterentwicklung und Anpassung an studentische Bedürfnisse entwickelt.
 "Klassische" Lernsituation wie Seminarraum und Hörsaal werden dabei ebenso betrachtet wie das Netzwerk von Leerräumen, Transiträumen, Verweilorten und klassischen "Lernorten", das täglich von Studierenden genutzt, angeeignet und weiterentwickelt wird.

Jeden Tag Lehre an der CAU

Schauspiel in Lehre und Prüfung

Zum Lernen, Trainieren und Prüfen professioneller Interaktionen mit Personen, wie sie das zukünftige Berufsbild  der Studierenden erfordert (z.B. Ärztin/Arzt – Patient_in, Lehrkraft – Eltern), hat sich der Einsatz speziell geschulter Schauspieler_innen in Rollenspielen bewährt. Es werden Beispiele und Erfahrungen aus Lehre und Prüfung mit Schauspieler_innen an der CAU vorgestellt. Im Bereich des Kommunikationstrainings konnten Studierende ihren Lernerfolg im Rollenspiel durch die ergänzende Bearbeitung eines Online-Kurses steigern.

Referent_innen: Dr. Gudrun Karsten und Kolleg_innen, Medizinische Fakultät, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Prosodie hautnah erleben

Der Workshop fasst die Erfahrungen mit dem Lernprojekt „Prosodie hautnah erleben“ zusammen. Prosodie umfasst – vereinfacht gesagt – alle Aspekte der gesprochenen Sprache, die über Einzellaute hinausgehen, insb. Äußerungsmelodie und -rhythmus. „Prosodie hautnah erleben“ hat interaktive Seminarlehre mit innovativem, interdisziplinärem Arbeiten im Labor verbunden. Die Studierenden haben ihre eigenen Sprachdaten erhoben, technische Anwendungen ihrer linguistischen Ausbildung kennengelernt und erhielten durch die Analyse ihrer eigenen Sprache hautnahe Erkenntnisse über das ganze Form-Funktions-Spektrum der Prosodie. Dabei machte sich das Seminar die besonders klaren Prosodien von Sprache in geräuschhafter Umgebung – sog. „Lombard-Sprache“ –  zunutze.

Referent: Prof. Dr. Oliver Niebuhr, Allgemeine Sprachwissenschaft, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeden Tag an Studierende denken

Studentische Selbstreflexion fördern

Eine der Voraussetzungen erfolgreicher Lehre ist die Förderung der Selbstreflexion der Studierenden. Ziel muss sein, ihnen nicht nur einen Einblick in die Standards des wissenschaftlichen Arbeitens allgemein bzw. des jeweiligen Fachs zu bieten, sondern sie zu einer richtigen Einschätzung des eigenen Könnens und zur Beobachtung ihres Lernfortschritts anzuregen. Der Workshop gibt einen kurzen Input zur Förderung der studentischen Selbstreflexion durch Feedback und möchte am Beispiel eines literaturwissenschaftlichen Seminars einige Maßnahmen diskutieren, die sich leicht in traditionelle Seminarkonzepte einfügen lassen und fachübergreifend anwendbar sind.

Referentinnen: Stephanie Kessens-Wittemann, Fakultät Management, Kultur, Technik, LearningCenter, Hochschule Osnabrück und Dr. Kristin Eichhorn, Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Förderung durch...


  • Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL17068 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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  • Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee