PerLe – Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen

Workshop-Session II (14:15 – 15:45)

Lehre an der CAU:  Lernen mit Inspiration

Hier werden zwei erfolgreiche Lehrveranstaltungen vorgestellt, die Studierende in außerordentlicher Weise zum Lernen motivieren.

  • Wie zur Bildung motivieren? Kompetenz durch persönlich bedeutsames Lernen:  Der Praxisbericht von Prof. Anja Henningsen und Mirja Beck veranschaulicht die Relevanz persönlich bedeutsamen Lernens in der universitären Lehre. Ziel ist es, klassisch-universitäre Vermittlungsformen mit hochschuldidaktischen Konzepten des Persönlichkeitslernens zu verbinden. Die Studierenden erschließen theorie- und interessensgeleitet themenrelevante Herausforderungen. Intendiert wird eine akademische Bildung, die die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse über den jeweiligen Lerninhalt und die Herstellung persönlicher Bezüge zu diesen impliziert. Eine Verknüpfung persönlicher Erfahrungen mit fachlich-methodischem Wissen fördert fach- sowie personenbezogenes Lernen. Kompetenzzuwachs entsteht eher durch eine Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Motivation bildet somit einen signifikanten Schritt hin zur Kompetenzgewinnung.
  • Lehrst Du noch, oder spielst Du schon? Planspiele als didaktische Methode in den Sozialwissenschaften werden vorgestellt von Dr. Sven Singhofen aus der Politikwissenschaft. Planspiele lassen sich als sinnvolle Instrumente in der universitären Lehre einsetzen, sie motivieren und begeistern Studierende. Dafür braucht es keine Blockveranstaltung, auch in der gewöhnlichen Lehrveranstaltungsdauer von 90 Minuten lassen sich Planspiele anwenden. Neben Erfahrungsberichten über seine Lehrerfahrungen mit Planspielen, werden auch die Teilnehmer_innen des Workshops praktische Spielerfahrung sammeln können.

 

Nach den beiden Präsentationen wird jeweils Zeit für Fragen und Diskussion sein.

Referenten: Prof. Anja Henningsen & Mirja Beck, Sexualpädagogik/Gewaltprävention (CAU); Dr. Sven Singhofen, Politikwissenschaft (CAU)

Der geplante zweite Teil von Dr. Singhofen zum Thema „Lehrst Du noch, oder spielst Du schon? Planspiele als didaktische Methode in den Sozialwissenschaften“ muss leider kurzfristig entfallen!

 

Problemorientiertes Lernen an der CAU

Elemente des problemorientierten Lernens werden am Beispiel eines Master-Moduls in den Wirtschaftswissenschaften vorgestellt. Studierende lernen dort, eigenständig Lösungen für regionale gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Im Anschluss an die Präsentation besteht die Möglichkeit zur Diskussion und gewonnene Erkenntnisse können mit der eigenen Lehre verknüpft werden.

Referentinnen: Prof. Dr. Petra Dickel, Juniorprofessorin für Entrepreneurship an der CAU Kiel und Frauke Godat, Koordination Social Entrepreneurship & Service Learning, PerLe, CAU Kiel

 

Umgang mit Störungen im Tutorium

Alle, die Gruppen leiten, kennen typische Herausforderungen wie Missverständnisse, Widerstände oder gar Konflikte bei den Teilnehmenden. Diese erfordern Fingerspitzengefühl bei der Wahl der richtigen Reaktion oder Intervention. In diesem Workshop werden Impulse dafür gegeben, wie man mit Herausforderungen und Widerständen umgehen kann. Dabei suchen wir Antworten weniger im Verhalten der anderen, als vielmehr bei uns selbst. Wie kann ich mehr Sicherheit im Umgang mit Herausforderungen finden? Wie kann es gelingen, trotz Widerstand miteinander in Kontakt zu bleiben? Ein Workshop, der sich insbesondere an Tutorinnen und Tutoren richtet.

Referent: Klaus Steinkemper, Coaching & Training, Berlin

Klaus Steinkemper studierte Sozialarbeit (Diplom) an der Katholischen Fachhochschule NRW, Abteilung Paderborn (1996-1999) und Erwachsenenpädagogik (Master of Arts) an der Humboldt Universität zu Berlin (2010-2013).

Nach langjährige Tätigkeit als Sozialarbeiter in den Bereichen Beratung, Prävention und psychosoziale Hilfen und für unterschiedliche Arbeitgeber (Öffentlicher Dienst, Freie Träger der Sozialarbeit, Fachschule, Uni) entschloss er sich 2011 zur Selbstständigkeit. Er absolvierte Weiterbildungen zum Mediator (Zertifikat 2010), Coach (Zertifikat 2011) und Diversity Trainer (Zertifikat 2011) und ist zertifizierter Coach (dvct e.V.) seit 2013.

 

Inklusive Hochschule und Barrierefreie Didaktik

Das Thema Inklusion hat mit der Erarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verstärkt Einzug in den Universitätsalltag der CAU erhalten. Die Angehörigen der CAU Kiel aus allen Mitgliedergruppen beteiligten sich an Arbeitstreffen zu verschiedenen Handlungsfeldern, in denen sie den Bedarf und die Möglichkeiten für eine Verbesserung der Barrierefreiheit an der CAU Kiel herausarbeiteten.

Der Workshop bietet Informationen und didaktische Hinweise für Lehrende und alle, die aktiv an der Verbesserung einer inklusiven Lehre mitwirken wollen. Ein thematischer Fokus wird auf Möglichkeiten und Anforderungen der barrierefreien Didaktik gelegt, begleitet von einem praxisorientiertem Erfahrungsaustausch und einer Diskussion über die Herausforderungen der inklusiven Hochschulentwicklung.

Referentinnen:
Prof. Dr. Uta Klein, Leiterin der Arbeitsstelle Gender & Diversity Studies, Institut für Sozialwissenschaften der CAU.

Prof. Dr. Uta Klein arbeitet u.a. zu Diversity und Hochschule und ist zusammen mit Dr. Daniela Heitzmann Herausgeberin einer Buchreihe zum Thema (Beltz-Juventa Verlag). Jüngste Veröffentlichung ist der Sammelband „Inklusive Hochschule“ (Hg. von Uta Klein). Frau Klein hat das Projekt „Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK“ an der CAU geleitet.

Dr. Birgit Rothenberg , Zentrum für HochschulBildung, Bereich Behinderung und Studium (DoBuS)

Dr. Birgit Rothenberg arbeitet seit 1982 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Beratungsdienst behinderter und chronisch kranker Studierender (BbS). Der BbS – heute Teil des Dortmunder Zentrums Behinderung und Studium (DoBuS) – ist aus Aktivitäten des Lehrstuhls „Allgemeine Behindertenpädagogik“ (Frau Prof. Dr. S. Solarova) und der studentischen Selbsthilfe hervorgegangen.

Die Schwerpunkte ihrer Lehre liegen bei den Themenkomplexen „Eugenik und Euthanasie“, „Selbstbestimmt Leben“ und „disability studies“ sowie Feldern der beruflichen sozialen Rehabilitation, in der Forschung bei den Themenbereichen „Behinderung und Studium“, „Selbstbestimmt Leben und Persönliche Assistenz“.

 

Digitale Medien in der Lehre

Digitale Medien sind aus der Lehre nicht mehr wegzudenken. Dabei reicht die Nutzung von der Durchführung kleiner Umfragen direkt in der Vorlesung mit Hilfe von Smartphones über die Kombination von Präsenzlehre und E-Learning bis hin zur vollständig online durchgeführten Lehrveranstaltung, z.B. mit Hilfe von Conferencing Tools.

Der Workshop gibt zunächst eine kurze Einführung zu Konzepten des E-, Blended- sowie Mobile-Learning. Im Fokus stehen jedoch deren praktische Umsetzung in Ihrer Lehre und die Förderung von Kommunikation sowie Kooperation mit und unter den Studierenden. Dazu werden einerseits erfolgreiche Szenarien der technisch, organisatorisch und didaktisch sinnvollen Nutzung digitaler Medien in der Lehre vorgestellt und aufbauend darauf gemeinsam Ansätze für Ihre konkrete Lehrpraxis entwickelt.

Im Workshop reflektieren die Teilnehmenden ihre eigene Lehre in Bezug auf die gewinnbringende Nutzung digitaler Medien und entwickeln erste Ansätze zur Umsetzung in der eigenen Lehrpraxis.

Referent: Dominik May, Ingenieur, Hochschuldidaktiker und freier Mitarbeiter am Jungmann Institut

Dipl.-Wirt.-Ing. Dominik May ist seit 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für HochschulBildung der Technischen Universität Dortmund im Bereich der Entwicklung und Erforschung zielgerichteter Lehr-Lernszenarien tätig. Im Fokus seiner Arbeit liegt die Förderung der Lernprozesse der Studierenden in den Ingenieurwissenschaften durch die Einbindung digitaler Medien und mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets in die Lehre. Im Rahmen dieser Tätigkeit forscht er u.a. im Arbeitsgebiet Virtuelle Lernwelten des QPL-Projektes „ELLI“ über die Möglichkeiten und Grenzen des Lernens mit mobilen Endgeräten (mobile learning), der Nutzung teleoperativer Laboreinrichtungen sowie der Entwicklung transnationaler Lehr-Lernszenarien. Nach dem erfolgreichen Abschluss der drei Module des zertifizierten Weiterbildungsprogramms Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule hat Dominik May die einjährige Fortbildung zum Hochschuldidaktischen Multiplikator erfolgreich absolviert.

Förderung durch...


  • Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL17068 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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