PerLe – Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen

Vergangene Veranstaltungen

Schlüsselkompetenzen als Zukunftskompetenzen

Im Verlauf des Studiums werden Studierende dafür sensibilisiert, welche Anforderungen zukünftig an sie gestellt werden. Sie lernen, deren Folgen abzuschätzen und möglichst von der Rolle des Reagierenden in die des Gestaltenden zu wechseln. Der Erwerb von Schlüsselkompetenzen befähigt sie nicht nur dazu, die Verantwortung für die Gestaltung ihres eigenen Lernprozesses zu übernehmen. Sie werden außerdem darauf vorbereitet, mit aktuellen Dynamiken umzugehen und sowohl im Berufsleben als auch als Privatpersonen die Gesellschaft mitzugestalten. Der Vortrag zeigt auf, welche Trends unsere Gesellschaft in Zukunft prägen und welche zentralen Kompetenzen sich daraus ableiten lassen. Darauf aufbauend erhalten die Zuhörenden Impulse für die Curriculumsentwicklung und die gelungene Integration von Schlüsselkompetenzen in die eigene Lehre.

Termin: Di. 16. Juli 2019, 17.15 – 18.45 Uhr
Ort: KOS4 – Konferenzraum Koboldstr. 4
Referent: Prof. Dr. Tobias Seidl, Hochschule der Medien, Stuttgart
Empfohlen für: alle Lehrenden u. an Lehre Interessierten

Selbst- und Mitbestimmungsfähigkeit in Zeiten der Digitalisierung

Digitale Systeme, die Studierenden nichts anderes erlauben, als nach vorgegebenen Mustern zu lernen, widersprechen dem Gedanken der Selbst- und Mitbestimmung von Lernenden und eignen sich daher eher als reine Übungseinheiten. Studierende haben vielmehr Interesse an komplexen Situationen, die über eine Face-to-Face-Kommunikation und kollaborative Lernszenarien entstehen und mit dem Bildungsgedanken viel besser vereinbar sind. In diesem Vortrag wird beleuchtet, wie Selbst- und Mitbestimmung sowohl Studierender als auch Lehrender in Zeiten der umfassenden Digitalisierung als Kernelemente des Bildungsgedankens in der universitären Lehre gelingen können. Es wird erörtert, inwiefern digitale Tools die Bildung unterstützen und wo ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen.

Termin: Mo. 1. Juli 2019, 14.15 – 15.45 Uhr
Ort: KOS4 – Konferenzraum Koboldstr. 4
Referentin: Prof. Dr. Petra Grell, Technische Universität Darmstadt
Empfohlen für: alle Lehrenden u. an Lehre Interessierten

Lernprozesse an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft anregen

Begriffe wie Transdisziplinarität, Citizen Science und Reallabor prägen zunehmend den Diskurs an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Ihnen gemeinsam ist die Suche nach neuen Formen des Lernens und Forschens für eine nachhaltigere Zukunft. Forschung erfolgt dabei nicht mehr einfach nur für oder über die Gesellschaft, sondern mit der Gesellschaft zusammen. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass Wissenschaft, insofern sie nicht nur funktionale Erkenntnis, sondern Wissen zur Problemlösung bereitstellen will, dies nicht aus sich allein tun kann, sondern auf den unmittelbaren Praxisdialog angewiesen ist. Im Vortrag sollen diese allgemeinen Herausforderungen, die bis hin zum grundsätzlichen Wissenschaftsverständnis anhand der Erfahrungen des Karlsruher Instituts für Technologie mit Reallaboren im Bezug auf die universitäre Lehre konkretisiert werden.

Termin: Di. 28. Mai 2019, 17.15 – 18.45 Uhr
Ort: KOS4 – Konferenzraum Koboldstr. 4
Referent: Prof. Dr. Armin Grunwald, Karlsruher Institut für Technologie
Empfohlen für: alle Lehrenden und an Lehre Interessierten

Vertieftes Verständnis und Behalten von Wissen fördern

Der Vortrag stellt zentrale Forschungsergebnisse und ausgewählte Methoden vor, die den Erwerb von Wissen und das langfristige Behalten durch den Einsatz erprobter und empirisch überprüfter (Frage-)Techniken fördern. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen evidenzbasierter Lehr- und Lernmethoden wird auf drei verschiedene Methoden für die Lehrpraxis genauer eingegangen: Abruf üben, verteiltes Lernen und tiefergehende Fragen.

Die Teilnehmenden erfahren, wie sie die Methoden in die eigene Lehre erfolgreich implementieren können, um fachliche Inhalte mit den Lehr- und Lernzielen sowie der Prüfungsleistung innerhalb einer Lehrveranstaltung aufeinander abzustimmen. Im Anschluss an den Vortrag können Lehrende eigene Ideen und Konzepte mit der Referentin diskutieren.

Termin: Mo. 8. Oktober 2018, 12.15 – 13.45 Uhr, persönlicher Austausch mit der Referentin bis 14.45 Uhr
Ort: LS4 - R.015/016
Referentin: Dr. Stephanie Müller-Otto, Hochschule der Medien Stuttgart

Barrierearme Lehre

Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 verpflichtet die Gesellschaft dazu, Menschen mit Behinderungen ohne Einschränkungen am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen. Auch die Hochschulen deutschlandweit und die CAU arbeiten daran, die Forderungen der Konvention im universitären Alltag umzusetzen.

Der Vortrag stellt Prinzipien und Merkmale inklusionssensibler Lehre vor. Bildungsfachkräfte mit Beeinträchtigung berichten von ihren Erfahrungen und zeigen spezifische Sichtweisen und Bedarfe von Menschen mit Behinderungen auf.

Termin: Do. 27. September 2018, 12.15 – 13.45 Uhr
Ort: LS1 - Klaus-Murmann-Hörsaal
Referentinnen und Referenten: Sara Gross u. Bildungsfachkräfte, Institut für Inklusive Bildung, Kiel

Forschendes Lernen prüfen: Hochschuldidaktische Gedanken zu einer Theorie des Prüfens

Die Gestaltung von Prüfungen im Kontext des Forschenden Lernens ist eine besondere Herausforderung für Lehrende. Während es seit mehr als einem Jahrhundert einflussreiche psychologische Modelle für das Testen von Intelligenz, Wissen und Kompetenzen gibt, fehlt eine hochschuldidaktische Theorie des Prüfens, die der akademischen Lehre im Allgemeinen und dem Forschenden Lernen im Besonderen gerecht wird.

Ausgehend von einer Skizze der Ausgangslage zum akademischen Prüfen werden im Vortrag zwei Systematiken vorgestellt, mit denen Lehrende Prüfungsformate – auch für Forschendes Lernen – theoriegeleitet generieren können. Anschließend geht es um die eher unsichtbaren Sinnstrukturen des Prüfens. Erörtert werden die verschiedenen Funktionen von Prüfungen sowie das Verhältnis des Prüfens zum Lernen und zum Forschen.

Termin: Di. 8. Mai 2018, 12.15 – 13.45 Uhr
Ort: LS1 - R.7
Referentin: Prof. Dr. Gabi Reinmann, Universität Hamburg
 

Herausforderungen der Lehre durch Digitalisierung

In öffentlichen und teilweise auch hochschulinternen Diskussionen über die Digitalisierung und ihre Folgen wird zuweilen der Eindruck geweckt, als ändere die Digitalisierung das Lernen und Lehren grundlegend. Dieser Eindruck muss in dreierlei Weise kritisch geprüft werden. Erstens ist nach empirischen Belegen für diese Vermutung zu fragen; hierbei stehen vor allem psychologische Untersuchungen im Vordergrund. Zweitens sind die Erklärungen zu prüfen, die für die Beobachtungen angeführt werden. Und schließlich wird im Vortrag der Diskurs um die Digitalisierung kritisch analysiert: Wie kommt es dazu, dass er mit einem solchen Druck geführt wird?

Termin: Di. 14. November 2017, 10.15 – 11.45 Uhr
Ort: LS1 – R. 105a
Referentin: Prof. Ingrid Scharlau, Universität Paderborn
 

Kompetenzentwicklung durch selbstgesteuertes, situiertes Lernen an Hochschulen

In unserer Gesellschaft kommt den Hochschulen im Bereich der Kompetenzförderung eine zunehmend höhere Bedeutung zu. Gerade im Kontext lebenslanger Professionalisierung bietet selbstgesteuertes Lernen Studierenden die Chance, sich bereits während des Studiums auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten.
Im Rahmen dieses Vortrags werden mögliche Definitionen des Kompetenzbegriffs erläutert und zentrale Punkte der Kompetenzforschung wie der Kompetenzerwerb und die Förderung von Kompetenzentwicklung beleuchtet. Teilnehmende erhalten nach dem theoretischen Input Gelegenheit, Möglichkeiten der Umsetzung von Kompetenzorientierung in der eigenen Lehrpraxis zu reflektieren und zu diskutieren.

Termin: Fr. 12. Januar 2018, 14.15 – 15.45 Uhr
Ort: LS1 – R. 104a
Referentin: Dr. Christiane Stroh, SDI München
 

Authentizität in der Lehre mit Scholarship of Teaching and Learning untersuchen

Das Verhalten und die Eigenschaften von Lehrenden beeinflussen die Lehre und das Lernen der Studierenden. Obwohl ein Zusammenhang zwischen Authentizität der Lehrenden und dem effektivem Lehr- und Lernverhalten wahrgenommen wird, werden sie oft als zwei getrennte Aspekte betrachtet. Welche Wirkung die Authentizität der Lehrenden auf ihre Lehre hat, welche didaktischen Möglichkeiten sich daraus für die Gestaltung der Lehre ableiten lassen und wie sie, im Sinne des Scholarship of Teaching and Learning (SoTL), wiederum selbst untersucht werden kann, ist Inhalt dieses Vortrags.

Termin: Mi. 7. März 2018, 14.15 – 15.45 Uhr
Ort: LS1 – R. 104a
Referentin: Prof. Carolin Kreber, Cape Breton University, Kanada

Förderung durch...


  • Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL17068 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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  • Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee